Die Studierendenvertretungen der pädagogischen Hochschule und Universität rufen gemeinsam dazu auf, sich am 20.09 dem Globalen Klimastreik anzuschließen.

Die Zeit drängt. Permafrostböden tauen auf, Hitzewellen sind Normalität, Gletscher verschwinden, Wälder brennen. Unsere gemeinsame Zukunft wird durch die menschengemachten Klimakrise verbaut.
Auch nach mehreren Monaten des Protestes von Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden sind deren Forderungen noch nicht in praktische Politik umgesetzt worden.

Die Stadt Freiburg sollte sich nicht auf den Erfolgen vergangener Jahrzehnte ausruhen, sondern aktiv handeln. Wir Student*innen möchten in einer Stadt leben, die ihrer gesellschaftlichen und globalen Verantwortung nachkommt. Dazu gehört auch, die Krise anzuerkennen, und den „Klimanotstand“ auszurufen. Auch auf Landes- und Bundesebene gibt es viel zu tun. Wir müssen uns darauf verlassen können, dass das „Klimakabinett“ den Ernst der Lage erkennt und mehr als nur ein paar schöne Worte beschließt.

Wir möchten auch, dass unsere Hochschulen klimagerecht umgestaltet werden. Auch hier gibt es zahlreiche Hindernisse. An den Freiburger Hochschulen sind weitere Investitionen notwendig, um Emissionen zu reduzieren. Die „grüne“ Landesregierung verweigert jedoch den Hochschulen und der Universität eine ausreichende Finanzierung.

Damit bestehen kaum finanzielle Spielräume, um Maßnahmen umzusetzen, dass unsere Hochschulen und unsere Universität den Weg in Richtung Klimaneutralität gehen können. Hier wäre etwa ein landesweites Investitionsprogramm sinnvoll, welches Hochschulen, Universitäten und Studierendenwerken die Möglichkeit gäbe, Gebäude, Betriebe und Strukturen klimagerecht umzubauen.
Auch muss eine Diskussion über die Emissionen der Flugreisen zu wissenschaftlichen Konferenzen geführt werden. Die Wissenschaft ist in der Verantwortung die eigenen Erkenntnisse ernst zu nehmen, und selbst mit dem Verzicht auf unnötige Emissionen beginnen.

Doch nicht nur die Politik sondern auch alle gesellschaftlichen Akteur*innen stehen in der Verantwortung gemeinsam Emissionen zu reduzieren. Dies hat Vorrang vor kurzfristen wirtschaftlichen Interessen. Auf allen Ebenen muss gehandelt werden. Wir erleben die Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt am eigenen Leib. Unsere Zukunft wird verbaut, wenn nicht jetzt gehandelt wird.

Wir begrüßen, dass im Freiburger Klimaaktionsbündniss mehr als 400 Organisationen aus allen Bereichen der Gesellschaft zusammengekommen sind. Die Freiburger Studierendenvertretungen arbeiten gerne gemeinsam mit weiteren Akteur*innen zusammen um ein klimagerechtes Freiburg und klimagerechte Hochschulen zu verwirklichen. Gemeinsam können wir Veränderungen in Gang setzen!

Daher rufen die Freiburger Studierendenvertretungen dazu auf, sich dem Globalen Klimastreik anzuschließen.
Gehen wir ALLE am 20.09.2019 gemeinsam auf die Straße!

Verfasste Studierendenschaft der Pädagogischen Hochschule Freiburg &
Vorstand des StuRa der Albert Ludwigs Universität Freiburg